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Auch eine Woche nach seiner medialen Rückkehr nach Deutschland ist das Echo auf das Interview der “ZEIT” mit Karl-Theodor zu Guttenberg noch immer nicht verhallt. In der aktuellen Ausgabe sah sich Chefredakteur Giovanni di Lorenzo genötigt, das Interview mit dem hoch gestiegenen und tief gefallenen Ex-Verteidigungsminister zu verteidigen. Leider gelang es ihm nur halbherzig. Di Lorenzo verteidigt das Interview mit seiner kritischen Distanz als Journalist. Die ist ihm leider nach der ersten Seite des Interviews völlig abhanden gekommen. Da liest man über mehrere Absätze über das neue Aussehen des Barons und welchen Anteil daran eine reißende indische Augenärztin habe.

“Kann es sein, dass er sein ZEIT-Gespräch als Teil einer ausgeklügelten Strategie für ein Comeback benutzen wollte? Selbst wenn das seine Absicht gewesen wäre: Am Ende hängt die Rückkehr eines Politikers weder von ihm selbst noch von uns Journalisten ab, sondern von der Wahrnehmung der Wähler – auch von der Wahrnehmung eines solchen Gesprächs.”, fragt di Lorenzo in seiner Antwort an die Leser. Man kann nur hoffen, dass sich ganz viele Leser und Wähler eines Tages an dieses Interview erinnern werden, sollte Karl-Theodor zu Guttenberg noch einmal zur Wahl stehen.

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